ESG MOBILITY

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ESG Mobility und Vector arbeiten zukünftig zusammen

04.09.2019

Die ESG Mobility und VECTOR arbeiten künftig zusammen, um die zunehmende Komplexität heutiger Elektrik-/Elektronik-Systeme der Mobilitybranche beherrschbar zu machen.

Neue Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte benötigen sehr leistungsfähige Elektrik- und Elektronik-Systeme. Die sogenannte E/E-Architektur ist das verbindende Element und verantwortlich dafür, dass die Vernetzung der Fahrzeuge gelingt und softwarebasierte Kundenfunktionen realisiert werden können. Angesichts der großen Anzahl von neuen Mobilitätsplattformen mit unterschiedlichen Fahrzeugvarianten, Antriebsarten und individuellen Kundenfeatures ist es wenig überraschend, dass derzeit der Markt für die Entwicklung dieser E/E-Architekturen rasant wächst. Experten gehen davon aus, dass sich das Volumen bis 2021 um weit mehr als 50% vergrößert.

Der Münchner IT- und Elektronik Experte ESG Mobility kooperiert nun eng mit dem Geschäftsbereich „Process Tools“ des Stuttgarter Softwarehauses Vector Informatik, um den wachsenden Markt zu bedienen und die damit einhergehenden  Herausforderungen in der Komplexität vieler Fahrzeugentwicklungen zu meistern.
Das von Vector eigens zur E/E-Architektur- und E/E-Serienentwicklung angebotene Tool PREEvision leistet einen signifikanten Beitrag zur technischen Umsetzung heutiger E/E-Systeme, da alle Entwicklungsschritte durchgängig in einem Tool abbildbar sind und die zugehörigen Daten konsistent in einem Backbone gespeichert werden. Die damit verbundenen Services und das Know-how für die Durchführung anspruchsvoller E/E-Projekte und die E/E- Gesamtfahrzeugentwicklung wird von der ESG Mobility bereitgestellt.

Gemeinsam sollen sowohl die etablierten Fahrzeughersteller, als auch neue Player im Umfeld Mobility angesprochen werden. Auch ein branchenübergreifender Ansatz ist geplant. Adressiert werden auch Fahrzeughersteller, die ehrgeizige Digitalisierungsoffensiven fahren und eine hohe Anzahl neuer Mobility-Features integrieren müssen, um dem Wettbewerbsdruck stand zu halten. „Die Kooperation mit Vector stellt aus unserer Sicht eine ideale Kombination aus einem hervorragenden Tool und einem erfahrenen Team dar, um kostenoptimierte und robuste E/E-Systeme beispielsweise mit Automotive Ethernet  und serviceorientierten Architekturen (SOA) zu entwickeln. Damit bieten wir eine nachhaltig funktionierende Grundlage für die Digitalisierung der Mobilität“, betont der E/E-Gesamtfahrzeugexperte der ESG Mobility Fran Candal.

Weiterführende Informationen über PREEvision finden Sie auf der PREEvision-Web-Seite: www.vector.com/PREEvision

Mit oder ohne 5G zum Autonomen Fahren?

09.05.2019

Aktuell wird noch im EU-Parlament diskutiert, ob WLAN oder 5G als Standardtechnik für autonomes Fahren festgelegt werden soll. Egal, welche Technologie gewählt wird – sicher ist, dass eine sichere Verbindung nötig ist, um Fahrzeuge untereinander zu vernetzen und damit autonomes Fahren möglich zu machen. Aber auch ein anderer Lösungsansatz zur funktionalen Sicherheit bietet Potenziale.

On-Board-Sensorik bisher die Basis

Assistenzsysteme und automatisierte Fahrfunktionen basieren auf eingebetteten Systemen im Fahrzeug und einer On-Board-Sensorik zum Erkennen von bspw. Hindernissen in Parklücken. Auch beim hochautomatisierten Fahren mit einem Automatisierungsgrad Level 3 / Conditional Automation sind die Funktionen momentan noch On-Board und im Wesentlichen ohne aktive Kommunikation mit der Außenwelt.

Funktionale Sicherheit bei autonomem Fahren

Mit den steigenden Automatisierungsgraden (Level 4 und höher / High und Full Automation bzw. Autonomes Fahren) wird die Verwirklichung von Funktionen noch vielfach komplexer. Insbesondere im urbanen Umfeld, z.B. sicheres Passieren einer mehrspurigen städtischen Kreuzung, stellen sich hier extrem schwierigere Aufgaben, die heute noch nicht auf dem nötigen Sicherheitsniveau bewältigt werden können.

Für die funktional sichere Realisierung solcher hochkomplexer und hochkritischer Anwendungsfälle gibt es grundsätzlich zwei konkurrierende Lösungsansätze:

  1. Autonomie mittels Autarkie:
    Wie bisher, werden alle Funktionen im Fahrzeug belassen und das Fahrzeug mit einer aufwendigen Sensorik und hoher Rechenkapazität zur Verarbeitung der Sensordaten ausgestattet.
     
  2. Autonomie durch funktional sichere Vernetzung:
    Wesentliche Autonomiefunktionen werden aus dem Fahrzeug herausgenommen und in die Infrastruktur sowie IT-Backend (Sensorik und Processing) ausgelagert oder dort zur Erhöhung der Funktionssicherheit zumindest redundant realisiert.

Beide Ansätze haben ihre Stärken und Schwächen, sowohl technologisch wie auch auf Seiten der Kostenszenarien. Fraglos machen auch die Einsatzfälle einen Unterschied. Z.B. sind bei Premiumfahrzeugen auf der einen Seite und den in die Lücke zwischen dem Individualverkehr und dem ÖPNV stoßenden, vorwiegend für den urbanen Verkehr gedachten People Mover Konzepten auf der anderen Seite die Voraussetzungen sehr unterschiedlich und ermöglichen daher auch andere Lösungsansätze.

5G ist Grundlage für die Vernetzung

Die entscheidende technologische Anforderung ist die Vernetzungsfähigkeit im Gesamtverbund mit der Infrastruktur. Es geht dabei um hochsichere und absolut verlässliche Datenverbindungen in hoher Bandbreite. Nur dann, wenn dies gewährleistet ist, kann man ernsthaft in Erwägung ziehen, funktional sichere Anwendungen (Safety) in einem IT-Backend, statt in einem eingebetteten System im Fahrzeug darzustellen.

Hier wird die Entscheidung des EU-Parlaments bezüglich 5G oder WLAN als Technologie einen entscheidenden Grundstein für Automobilhersteller legen. Wichtig ist bei beiden Möglichkeiten, dass für eine hohe Datensicherheit (Security) der Verbindungen gesorgt wird. Denn nur mit Safety und Security zusammen wird sicheres autonomes Fahren möglich.

München als Standort der mobilen Weiterentwicklung

25.06.2019

Nicht nur Audi, BMW und Mercedes machen Süddeutschland zu einem Expertengebiet der Automobilindustrie. Rund ein halbes Dutzend neuer Autofirmen haben sich mittlerweile in München niedergelassen und machen die Stadt zum deutschen „Silicon Valley“ der führenden Automobilbranche. Auch ESG MOBILITY gesellt sich mit seinem neuen Standort in München als Technologie-Experte in die Reihe mit ein.

Automobil-Experten in München gefragt

Die Zahl der Automobilhersteller, die sich in München niederlassen, wächst mit neu hinzugekommenen internationalen Unternehmen. Wieso auch nicht, wo sich doch die Spezialisten von BMW und Audi in unmittelbarer Nähe befinden und die Kompetenz der Deutschen im Autobau weiterhin gefragt ist. Einige ehemalige Mitarbeiter der beiden Unternehmen entschieden sich gegen die langen Entscheidungswege und die Bürokratie im Konzern und arbeiten nun für die neuen Firmen und Start-ups. So auch Michael Perschke, ehemaliger Audi-Manager, der jetzt Chef der „Pirinfarina Automobili“ ist und dort luxuriöse Elektroautos entwickelt.

Neue Autofirmen bündeln Kompetenz in München

Neben der Pirinfarina Automobili am Ostbahnhof haben sich am Olympiapark auch die Designer des chinesischen Automobilherstellers Qoros niedergelassen. Mit der Europazentrale des chinesischen Start-ups NIO in Bogenhausen und der chinesischen Automobilmarke Byton in Ismaning haben sich insbesondere Hersteller für Elektroautos für einen Standort in München entschieden.

Start-up-Kultur mit bayerischem Lebensgefühl

Nicht nur die Nähe zu BMW und Audi sowie mögliche Kooperationen machen München zu einem attraktiven Standort für Start-ups. Auch der Charme der Stadt, mit der Nähe zu den Alpen, den vielen Biergärten und der bayerischen Gemütlichkeit gibt den Bewohnern und Mitarbeitern der Unternehmen einen besonderen Reiz. Kein Wunder also, dass es junge Talente dort hinzieht.

Nähe zu Tech-Giganten für das Auto von morgen

Mit Blick in die Zukunft suchen Automobilhersteller und -zulieferer nicht nur die Nähe untereinander, sondern auch zur IT-Branche mit den neuen Tech-Giganten in München. Die Produkte von Microsoft, Amazon und co. stellen für das Auto von morgen wichtige Elemente dar, die in zukünftigen Fahrzeugen nicht fehlen dürfen. Bordcomputer, Sprachassistenten und viele weitere Funktionen werden das klassische Fortbewegungsmittel in Zukunft zum fahrenden IT-Device machen.

ESG MOBILITY mit neuem Hauptsitz in München

Auch ESG MOBILITY hat seinen neuen Hauptsitz in München gewählt, um insbesondere das digitale Produktgeschäft weiter auszubauen. Mit der Mobilität der Zukunft entsteht eine schier endlose und verzweigte Servicelandschaft aus Parkdiensten, digitalen Versicherungsmodellen, digitalem After Sales und vielen weiteren Services, für die ESG MOBILITY nicht mehr nur Dienstleister sein wird.

Der neue Hauptsitz in der Ingolstädter Straße 45 in München wird damit nicht nur Basis der Kernkompetenz für die Bereiche Automatisiertes Fahren, Vernetzte Fahrzeuge, E-Mobilität, Classic E/E sowie Entire Vehicle E/E. Sondern auch für neue digitale Produkte rund um die moderne Mobilität wird ESG MOBILITY ein kompetenter Partner für Automobilhersteller sein.

Intelligentes Laden von E-Autos

10.07.2019

Dass E-Mobilität keine Illusion mehr ist, sondern das Modell der Zukunft, hat sich mittlerweile schon herumgesprochen.

Dennoch haben Viele noch Scheu vor einem Umstieg, denn der Gedanke an die ständige Suche nach einer Ladestation und das lästige Hantieren mit dem Kabel ist für den Verbraucher äußerst unattraktiv. Auch aus diesem Grund steht das induktive, also kontaktlose Laden bei den Herstellern sehr weit oben auf ihren To-Do-Listen. Über dieses Problem hinaus ergeben sich durch die positive Entwicklung der E-Mobilität aber auch deutlich weitreichendere Folgen – nicht nur für den Verbraucher, sondern für den ganzen Staat.

E-Mobilität stellt das Stromnetz vor eine große Herausforderung

2035 wird nämlich bereits jedes dritte Auto auf den deutschen Straßen elektrisch angetrieben sein – mitunter auch dank dem bequemen induktiven Laden. Und daraus entsteht eine große Herausforderung für die Stromversorgung, da das deutsche Stromnetz für diese Menge an E-Autos aktuell nicht ausgelegt ist. Stand jetzt kann es ab einer E-Auto-Quote von 30 Prozent flächendeckend zu Stromausfällen kommen. Punktuell werden schon in den kommenden fünf bis zehn Jahren Versorgungsengpässe entstehen, etwa in urbanen Gebieten mit einer höheren Affinität zur Elektromobilität.* Ein entsprechender Netzausbau entspräche einem Milliarden-Invest.

Forschungsprojekt „FEEDBAC CAR“ – ist das die Lösung?

ESG MOBILITY hat dieses Dilemma vorausschauend erkannt und will diesem frühzeitig Abhilfe verschaffen. Konkret wird dafür gerade gemeinsam mit Bund, Fahrzeugherstellern, Netzbetreibern, Forschungseinrichtungen und Dienstleistern im Forschungsprojekt „FEEDBAC CAR“ an einer Lösung gearbeitet: ein intelligentes Lademanagement für E-Fahrzeuge.  
Mit dieser intelligenten Lade-Technologie wird nicht nur das Stromnetz stabilisiert und fit für die E-Mobilität gemacht, sondern auch das Energiemanagement von Morgen gestaltet.
Die Intelligenz des Systems besteht in der zeitlichen Planung und Steuerung eines induktiven Lade- bzw. Entladevorgangs. Die Basis ist die induktive Übertragung elektrischer Energie - sowohl vom speisenden Stromnetz an das Fahrzeug als auch vom Fahrzeug zurück zum Versorger.

Theorie vs. Praxis – nur nette Worthülsen oder auch umsetzbar?

In der Theorie klingt das ganz simpel, aber ist auch die Handhabung so einfach? Definitiv ja!
Der Fahrzeughalter wählt seinen Abfahrtszeitpunkt und die gewünschte Energiemenge aus, mit der das Fahrzeug geladen werden soll. Anhand dieser Informationen kann die intelligente Ladefunktion das Fahrzeug zeitgesteuert zu den kostengünstigsten Tarifen laden. Das System kontrolliert die Einhaltung der geforderten Energiemenge vollautomatisch.

Die Vorteile für den Fahrzeughalter liegen dabei auf der Hand: Nachttarife werden genutzt, um das Fahrzeug preisgünstig zu laden. Bei hohen Strompreisen wird Energie ins Netz zurück gespeist. Und es kann nicht nur die zuvor aus dem Stromnetz bezogene Energie gewinnbringend gemanaged werden, sondern auch selbst erzeugter Strom, beispielsweise aus der Photovoltaikanlage auf dem Hausdach, gewinnbringend ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Das eigene Fahrzeug wird somit zum mobilen Energiespeicher und sogar die Rückspeisung von Energie aus dem E-Auto ins Eigenheim (Vehicle-2-Home) funktioniert dabei einwandfrei.

Intelligentes Laden – eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Wenn sich also das intelligente Laden von E-Autos durchsetzt, könnte der kostenintensive Netzausbau vollständig überflüssig werden. Der Netzbetreiber kann Lastspitzen für Ladeprozesse von Elektrofahrzeugen im Netzverbund besser planen und regulieren. Bei einem instabilen Stromnetz können Elektrofahrzeuge mit induktiver Ladetechnik zur Versorgungsstabilisierung herangezogen werden.

ESG MOBILITY wird auf diesem Weg ihre Kompetenzen im Bereich E-Mobilität, Ladetechnologien und auch Vehicle-2-Home/Vehicle-2-Grid nutzen, um dieses zukunftsträchtige Projekt voranzutreiben und erfolgreich umzusetzen.

* Quelle: 2018 Oliver Wyman „Blackout – E-Mobilität setzt Netzbetreiber unter Druck“

Bild: Copyright c Zollner Elektronik AG

Drohnen für Sicherheitsanwendungen und Inspektion

ESG auf der New Mobility World

03.09.2019

Die ESG-Gruppe arbeitet an einem autonomen, zulassungsfähigen Drohnen-Gesamtsystem.

Drohnen erfahren in der Öffentlichkeit aktuell eine sehr hohe Aufmerksamkeit. Mit ihnen wird ein Milliardenmarkt verbunden. Neben der, in den Medien viel zitierten und in fernerer Zukunft liegenden, Massenmobilität der dritten Dimension gibt es bereits heute vielversprechende Potenziale für clevere Drohnenlösungen in den Bereichen Sicherheit, Logistik und Inspektion, mit zum Teil erheblichem Einsparpotenzial gegenüber derzeit genutzten Systemen.

Für derartige Anwendungen ist die bestehende Technologie schon am wichtigen Tipping Point angekommen: Auf der diesjährigen New Mobility World im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung (IAA) stellen die Experten der ESG Mobility GmbH sowie der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH ihre gemeinsame Lösung vor: Mit dem Produkt AUTOMATIC DRONE SECURITY wird an einem autonomen, zulassungsfähigen Drohnen-Gesamtsystem gearbeitet, das bereits mittelfristig für Sicherheits- und Inspektionsanwendungen auf dem Markt verfügbar sein soll.
Herzstück ist die intelligente Schwarmsteuerung, die, wie der Name verrät, einen ganzen Schwarm von Drohnen aussteuern soll. Die ESG-Gruppe vereint in diesem Produkt zentrale Kernkompetenzen: sicherheitsrelevante Systementwicklung, tiefgreifende Expertise in der (autonomen) Luftfahrt, Echtzeit-Datenverarbeitung und fortschrittliche Bilderkennung.

Die ESG-Gruppe mit den Marken ESG DEFENCE + PUBLIC SECURITY, CYOSS und ESG MOBILITY steht für über fünf Jahrzehnte Erfahrung als verlässlicher Technologie- und Innovationspartner für die Entwicklung, Integration und den Betrieb komplexer, sicherheitsrelevanter Elektronik- und IT-Systeme. Gut 2.000 Mitarbeiter der ESG-Gruppe erbringen in Deutschland und international für Kunden aus Behörden, Verteidigung und Industrie Leistungen in der Logistik, der Systementwicklung, dem Training und der Beratung und erwirtschaften damit heute einen Umsatz von mehr als 300 Mio. Euro. Unabhängige Prozess- und Technologieberatung ist eine der Schlüsselkompetenzen und Technologietransfer zwischen den Märkten ist die Basis für den entscheidenden Beitrag zu echter Wertschöpfung.